Stationen im Leben eines Hovawartes: II. - Die Jugendbeurteilung
Samstag Morgen, 6:20 Uhr. Chris mimt heute den Wecker, da er gerade von der Nachtschicht kommt. Topanga und ich gähnen laut und schauen verschlafen aus der Wäsche, haben wir doch vor lauter Aufregung seit 4 Uhr kein Auge mehr zu getan. Schnell noch unsere Sachen packen: Leinen, Wasser, Napf, Leckerchen, Spieli, Unterlagen und Mittagessen für den Hund, 4 Paar Schuhe, diverse Jacken, Proviant, Nervennahrung, Cola und Fotoapparat für uns und dann heißt es "Hopp, ins Auto!" und los geht die Reise gen Bobenheim-Roxheim. Um 20 nach 8 parken wir ordnungsgemäß ein und peilen die Lage. Die Parcourshelfer tragen schon fleißig ihre Utensilien herum, einige "Starter" laufen sich warm und der ein oder andere Hovawartbesitzer tippelt nervös vom linken auf den rechten Fuß und wieder zurück.
Erstmal anmelden: Alle Unterlagen komplett *phu* und auf der Teilnehmerliste stehen wir heute an zweiter Stelle. Fein - also erstmal zuschauen und eingewöhnen, dann geht’s los. Chris nd Topanga schlängeln sich durch die

Sie steht wie ein Fels in der Brandung. Widerristhöhe 63 cm. Dann noch Körperlänge, Brustumfang, Brustbreite, Brusttiefe und Umfang des Röhrenknochens – und schon kann das neue Mäntelchen in Auftrag gegeben werden ... Nein, natürlich Unsinn – die Maße sind soweit in Ordnung und harmonisch. Na also, geht doch!

Richter Michael Kunze begrüßt Chris und Topanga und Chris erläutert kurz, warum wir das alles trotz Knickrute mitmachen. Der Richter ist einverstanden und so geht’s weiter mit der Exterieurbeurteilung, dem Zähne zeigen und dem Abtasten der Rute.
Auf der Suche nach dem M3...

Der anwesende polnische Richter wollte auch gerne mal
Dann geht’s endlich auf den Platz und Herr Kunze begutachtet das Gangwerk – die Stärke von Topanga, wie er meint...

Dann die 2. Schreckensdisziplin: Beutespiel mit Fremdperson.
Kurzes Warmmachen mit Chris und ein kleiner Einstieg in das Flaschbad. Problemlos!

Dann betritt Frank Berges den Schauplatz – Topanga schaut verdutzt, weiß nicht so recht, ob sie ihn gut findet, schaut zu Chris, der gerade mit der Beißwurst wedelt, und geht beherzt auf sein Spiel ein.


Die Beißwurst geht zwischen dem Helfer und Chris hin und her, Topanga jagt ihr nach, bekommt sie auch hin und wieder zu fassen. Dann die Flucht: Chris hält Topanga fest, Frank Berges rennt mit der Beute davon, das Zeichen, Chris läßt los, Topanga spurtet hinter dem Flüchtigen her und packt sich die Beute. HURRA!
Beurteilung: Beutetrieb mit Fremdperson – vorhanden. Wer sagt's denn?!
Keine Schonfrist, direkt weiter auf den Parcours. Beutetrieb ohne Fremdperson – keine Reaktion. Das war heute beim Großteil der Hunde so.
Die Menschengruppe: Auch diese Disziplin damals vor einem Jahr nicht ganz einfach für unsere Wackelkandidatin. Diesmal ein kurzes Umkreisen (ca. ¼ Kreis) und dann ab durch die Mitte Beine, hin zum Hundeführer. Fein!
Akustische Einflüsse, hier die auf ein Blech heruntersausende Kette und auch der Schuß, sind keine Hürde für „Superdog“-Topanga. Sie ist interessiert und schaut sich die Sache genauer an.
Die sich auffällig verhaltende Fremdperson – auch liebevoll Pilzesammler genannt – wird von Topanga lautstark gemeldet, aber dann freundlich angenommen.
Der Schlitten wird freundlich beschnuppert, die Puppe (ein Overall, der plötzlich hochgezogen wird) ist da doch schon eher spooky, wird dann aber auch noch aufs Korn genommen.

Nach der Belastung folgt noch eine Spielphase, die Topanga gerne und in vollen Zügen ausnutzt.
Im Gesamten also eine wesentliche Verbesserung zur Nachzuchtbeurteilung vor einem Jahr, und Topanga hätte ohne Knick in der Rute sogar bestanden. Heissa!!!
Ein anstrengender Tag geht zu Ende. Wir freuen uns mit Jutta und Otto für Cara’s bestandene Jugendbeurteilung und sind sehr stolz auf „unser Mädchen“ !




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